Feldarbeit macht inzwischen sogar Spaß

Folgender Artikel ist diese Woche über unsere Tochter Eva-Maria in der Tageszeitung Die Rheinpfalz erschienen:

KIRRWEILER: Eva-Maria Oberhofer wird Weinprinzessin und belegt dualen Studiengang

Sie ist nach eigener Aussage die erste am Ort, die den Beruf der Winzerin erlernt. Und damit ist Eva-Maria Oberhofer eigentlich prädestiniert für das Amt der Weinprinzessin. Am Samstag, 27. Juli, 19 Uhr, wird sie zur neuen Kirrweilerer Weinhoheit im Edelhof gekrönt.
Zeitungsartikel Weinprinzessin Kirrweiler

Dass sie sich darauf freut, die Kirrweilerer Weine und „unsere schöne Region“ vorstellen zu dürfen, das ist im Gespräch mit Eva-Maria Oberhofer unschwer zu erkennen. Ja, sie habe sofort zugesagt, als die Landjugend bei ihr angeklopft und sie gefragt habe, ob sie Weinprinzessin werden wolle.
Schließlich tritt sie damit in die Fußstapfen ihrer Tante, die Ende der 90er Jahre ebenfalls Weinprinzessin von Kirrweiler, später auch der Südlichen Weinstraße gewesen sei.

Beste Voraussetzungen für das Amt der Weinprinzessin bringt Eva-Maria allemal mit. So stammt sie aus dem Weingut Dr. Oberhofer und hat selbst gerade die Ausbildung zur Winzerin begonnen. Früher, als Kind, erzählt die 18-Jährige, habe sie kaum Interesse an Wein und Weinbau gehabt. Die Feldarbeit, bei der sie mithelfen musste, habe ihr keinen Spaß gemacht. Diese Einstellung habe sich jedoch im Laufe der Jahre geändert. Und in jüngster Zeit sei ihr Interesse so stark gestiegen, dass sie beschloss sich nach dem Fachabitur für den dualen Studiengang Weinbau und Oenologie in Neustadt einzuschreiben. Die Lehrstelle hat sie wie fünf weitere Auszubildende im Weingut Dr. Wehrheim in Birkweiler gefunden. Seit Juni hilft sie nun im Wingert mit. „Zurzeit ziehen wir die Drähte hoch und stecken das Laub ein. Dann werden wir die Trauben halbieren“,nennt Eva-Maria einige ihrer Aufgaben. Mit den anderen jungen Leuten zusammen mache das richtig Spaß.Im August wird sie erstmals zu Vorlesungen gehen.

Eva-Maria Oberhofer folgt ab Samstag Lena Wenzel nach, die das Amt zwei Jahre innehatte. Mit ihr hat sich die künftige Weinprinzessin ausführlich unterhalten. Ja, es stünden schon einige Termine an. Vor allem gelte es, Festen und Veranstaltungen in Kirrweiler und in Nachbargemeinden beizuwohnen. Zu den Glanzlichtern zähle weiterhin die Abgabe des Weinzehnts an den Bischof und den Weihbischof in Speyer. Und dann habe Lena an einem Treffen der Weinhoheiten in Berlin teilgenommen. Ihr Ausbildungsbetrieb werde auf jeden Fall ein Auge zudrücken, wenn sie einmal früher gehen müsse, um einen Termin wahrzunehmen. „Die freuensich sogar, eine Weinprinzessin im Weingut zu haben“, meint sie schmunzelnd. Stolz seien auch ihre Eltern, „die voll hinter mir stehen“.

Zu zehnt, erzählt die künftige Weinhoheit, hätten sie die Krönungsfeier organisiert. Als Motto, das es bei jeder Krönung gebe, „haben wir Blindverkostung“ gewählt. Jeder Gast erhalte zwei schwarze Gläser und müsse den Inhalt erraten. Dazu gibt es ein Vier-Gänge-Menü. Zur Unterhaltung werden die „Dichtenden Saunameister“ und Livemusik beitragen. Als Krönungswein hat sich Eva-Maria einen Sauvignon blanc ausgesucht. Prinzipiell liebt sie trockene Weine,vor allem den Riesling. Und wenn sie mal nicht in Sachen Wein tätig ist, spielt Eva-Maria Handball oder bereist mit Mutter und Schwester gern europäische Hauptstädte. Krönungsabend von Weinprinzessin Eva-Maria ist am Samstag, 27. Juli, 19 Uhr, im Edelhof. Das Kartenkontingent bei der Bäckerei Walter ist bereits ausverkauft. (giw)


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